Muss das sein?!

Warum ein Genderwörterbuch?

Viele Menschen, die ein Verwaltungsdokument, einen Artikel, eine (wissenschaftliche) Arbeit, einen Bericht, Texte für Infomaterialien und Homepages, Stellenausschreibungen u.v.m. verfassen, haben oft die Auflage gendergerecht bzw. genderneutral zu formulieren. Doch wie geht das, wenn man den Lesefluss nicht stören und nicht nur die eher umständliche Paarform (Bsp.: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) verwenden möchte?

Diese Homepage zeigt Ihnen, wie Sie GESCHICKT GENDERN können.

Zwar haben schon viele Institutionen hilfreiche Broschüren mit Tipps und Vorschlägen zu gendergerechter Sprache herausgebracht. Wenn Sie aber ein konkretes Wort suchen, so ist dieses unter Umständen dort nicht aufgeführt oder das Suchen mühsam. Wenn Sie Zeit und Nerven sparen möchten, sind Sie hier genau richtig. Geben Sie im GENDERWÖRTERBUCH einfach das gesuchte Wort ein oder klicken Sie den Anfangsbuchstaben an und das Wörterbuch macht Ihnen verschiedene Vorschläge, wie Sie geschickt gendern können. Außerdem bietet diese Seite viele Tipps und Tricks zum geschickten Gendern. Falls Sie trotz allem nicht weiterkommen, schreiben Sie mir gerne. Ich bin dankbar für fehlende Wörter, kreative Vorschläge, Feedback und Anregungen.

 

Warum gendergerechte Sprache?

Ein Genderwörterbuch ist ja gut und schön – aber warum ist gendergerechte Sprache überhaupt wichtig?

  1. Sprache beeinflusst unser Denken.
    Durch Sprache entstehen Bilder in unseren Köpfen. Werden nur Männer genannt, spiegelt sich das in unseren gedanklichen Vorstellungen wider. Das widerspricht oftmals der Realität, da in den meisten Bereichen unserer Gesellschaft alle Personen, unabhängig davon welches Geschlecht sie haben, präsent sind.

Beispiel:
Wen stellen Sie sich vor? Frauen oder Männer?
Am Dienstag lade ich Sie wieder zur Sitzung der Abteilungsleiter ein.
Neue Hygienevorschriften für Erzieher in der Kita.
Die Fortbildung richtet sich an alle Lateinlehrer.
Suche Putzfrau für Büroreinigung.

  1. Frauen nicht nur mitmeinen.
    Oft wird die maskuline Form geschrieben, die feminine nur mitgemeint. Texte richten sich aber fast immer an alle Personen, egal, welches Geschlecht sie haben. Damit sich Frauen auch angesprochen fühlen, sollten sie auch explizit genannt und somit sichtbar werden. Um auch andere Geschlechter oder Personen, die sich nicht auf ein Geschlecht festlegen wollen, mit einzubeziehen, besteht die Möglichkeit genderneutral zu formulieren oder sie durch den Gender-Stern oder den Gender-Gap sichtbar zu machen.

Beispiel:
An wen richten sich diese Stellenausschreibungen?
Das Städtische Krankenhaus sucht zum nächstmöglichen Termin einen Arzt in Weiterbildung.
Der Freistaat Bayern sucht Lehrer (Fach: Latein) für den Schuldienst.
Weiterbildung für Kinderkrankenpfleger – jetzt bewerben!

  1. Demokratisch schreiben.
    Die Nennung aller Geschlechter drückt die Gleichbehandlung von Frauen und Männer als demokratisches Prinzip aus. Gendergerechte Sprache zeigt Wertschätzung gegenüber allen Menschen, unabhängig ihres Geschlechts.
  1. Stereotype Rollenbilder aufheben.
    Durch die Adressierung und Nennung von Menschen beider Geschlechter werden stereotype Rollenbilder aufgehoben. Gendergerechte Sprache zeigt implizit, dass sowohl Frauen wie Männer für verschiedene Tätigkeiten geeignet und befähigt sind.

Beispiel:
Alle Beschäftigten der Müllabfuhr sind herzlich zum Betriebsfest eingeladen!
Interessierte können sich ab Montag für den Wickelkurs anmelden.

 

Gendergerechte Sprache kann beim Schreiben wie Lesen elegant sein – und Spaß machen!
Probieren Sie’s aus!

 

 

Creative Commons Lizenzvertrag