Category Archives: Blog

Eigene Geschlechtsendung für Männer (der-postillon.com)

Das generische Maskulin ist nicht eindeutig. Es bleibt immer unklar, ob Frauen und Männer oder nur Männer gemeint sind. Das Satiremagazin Der Postillon hat dafür eine ganz eigene Idee – eine spezifische Geschlechtsendung für „Männerer“:

Gleichberechtigung: Männer fordern eigene Geschlechtsendung (www.der-postillon.com 15.11.2017)

😉

Amtliche Regelung gendergerechter Sprache

Besonders Lektor*innen haben immer wieder die Vorgabe amtliche Regeln der deutschen Sprache in ihrem Lektorat zu berücksichtigen. Marion Kümmel stellt in ihrem Blog Federwerk die aktuellen Regeln dazu vor:

Federwerk.de: „Sparschreibungen für Paarformen – Sie haben die Wahl“ (17.08.2017)

Zur Frage, ob gendergerechte Sprache immer dudenkonform sein muss, siehe mein Blogeintrag „Wie Sie RICHTIG gendern…“ (12.09.2016).

„Because it’s 2017“

Noch ein Argument für gendergerechte Sprache und damit die gleichberechtigte Abbildung der Geschlechter in unserer Sprache gesucht?

Ganz einfach: „Weil wir im Jahr 2017 leben.“

 

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau wurde 2015 gefragt, warum es ihm wichtig war, dass Frauen und Männer zu gleichen Anteilen in seinem Kabinett vertreten sind. Er antwortete kurz und aussagekräftig: „Because it’s 2015.“ und bekam dafür großen Applaus.
(Video bei Youtube: hier)

Wie „gender“ darf die Sprache werden? (Spektrum der Wissenschaft)

Gerade ist ein sehr informativer Artikel auf spektrum.de erschienen, der verschiedene Aspekte gendergerechter Sprache gut gebündelt und leicht verständlich darstellt: Warum gendergerechte Sprache sinnvoll sein kann, welche Möglichkeiten es im Deutschen gibt, und welche Wege andere Länder gehen. Sehr interessant sind auch die dargestellten Argumente für und gegen gendergerechte Sprache.

Link zum Artikel:

Wie ‚gender‘ darf die Sprache werden? (Mareike Knoke, 22.09.2017, spektrum.de)

 

Neu im Duden: Ampelfrau, Wutbürgerin und Binnen-I

Gerade ist die 27. Auflage des DUDEN erschienen. 5.000 Wörter wurden neuaufgenommen. Erfreulich: Dadurch sind die Begriffe geschlechtergerecht, Binnen-I und Gender jetzt dudenkonform.

Seit der 26. Auflage (2013) ist die Vorständin im Duden präsent (der Vorstand war schon länger zu finden), nun wurden auch die femininen Begriffe Wutbürgerin, Beiständin und Ampelfrau ergänzt. Neu eingezogen sind auch der Internetaktivist gemeinsam mit der Internetaktivistin. Der neue Begriff Quotenkönig fristet sein Dasein aber leider (noch?) ohne die Quotenkönigin.

Meine Hoffnung, dass gendergerechte Begriffe wie Ansprechperson, Teilnahmeliste oder Erziehungskraft im neuen Duden erscheinen, wurde nur zum Teil erfüllt. Immerhin ist die Ansprechperson nun auch dudenkonform. Zur Frage, ob gendergerechte Sprache dudenkonform sein muss, siehe Blogeintrag „Wie Sie RICHTIG gendern…“ (12.09.2016).

Übrigens: 45% der Wörter im Duden sind feminin, 35% maskulin und 20% neutrum.

 

 

 

 

Sprache als Handlung (Workshopmitschnitt mit Lann Hornscheidt, pn17)

„Ich verstehe Sprache immer als Handlung.“

Lann Hornscheidt spricht im Workshop „Exit Gender“ auf dem Festival für junge Literatur Prosanova 2017 über Zweigeschlechtlichkeit, Diskriminierung und Normvorstellungen in unserer Gesellschaft – und wie wir durch Sprache einen Unterschied machen können. Sehr interessant und inspirierend für alle, die etwas tiefer in das Thema „Gender“ einsteigen wollen.

Nachzuhören bei Litradio: Litradio: Workshop „Exit Gender“ (Tonmitschnitt)

Diversitätssensible Formulierungen im Journalismus (Glossar)

Die Neuen Deutschen Medienmacher stellen auf ihrer Website ein Glossar mit Formulierungshilfen für eine diversitätssensible Sprache im Journalismus bereit.

Es wird beispielsweise erklärt, dass „Ausländer mit deutschem Pass“ ein sachlich falscher Begriff ist und wie er ersetzt werden kann oder was „Bio-Deutscher“ bedeutet.

Empfehlenswert, um gängige Begriffe in Alltagssprache und Berichterstattung kritisch zu hinterfragen!

Neue Deutsche Medienmacher: Glossar (Link)

Warum gendern? (PsyStudents)

Auf PsyStudents.org – einer Plattform von Psychologiestudierenden und PsychologInnen – findet sich eine interessante Zusammenfassung zum Thema „Warum gendern?“.

Dabei werden Studienergebnisse zu diesen Aspekten kurz und verständlich zusammengetragen:

  • Generisches Maskulinum
  • Lesbarkeit und Verständlichkeit von gendergerechten Texten
  • Auswirkungen gendergerechter Sprache

Artikel mit ausführlicher Literaturliste:
Braucht man gendergerechte Sprache wirklich?  (22.04.2016, PsyStudents.org)